Einblick ins Praktikum –
Experience@Linklaters in Düsseldorf

Marcel hat an unserem sechswöchigen Praktikantenprogramm Experience@Linklaters in Düsseldorf teilgenommen. Hier erfahrt ihr, was er erlebt hat und bekommt einen kleinen Einblick in die Arbeit unserer Kanzlei!


Endlose Arbeitstage, unmöglich einzuhaltende Deadlines, Ellenbogengesellschaft – das sind wohl die gängigsten Vorurteile, die über den Mythos „Großkanzlei“ kursieren. Diesen im Großen und Ganzen negativ konnotieren Vorurteilen zum Trotz entschied ich mich (glücklicherweise!) dazu, meine eigenen Erfahrungen zu machen.

Mit Vorurteilen aufräumen

Geprägt von den verschiedensten Horrorgeschichten über den Alltag einer solchen Kanzlei wurde ich gleich in meiner ersten Woche eines Besseren belehrt. Von Kräftemessen war nichts zu merken. Ganz im Gegenteil: Im Laufe meines Praktikums lernte ich eine Menge freundlicher und offener Leute kennen, bei denen ich nie das Gefühl hatte, keine „blöden“ Fragen stellen zu dürfen. Wenn ich einmal bei einer Aufgabe Hilfe brauchte, fand sich immer schnell jemand, mit dem ich mir das Problem zusammen anschauen konnte. Außerdem hat man auch einen eigenen Mentor, zu dem man eigentlich mit allem kommen kann. Diese Hilfsbereitschaft erfuhr ich aber nicht nur innerhalb des Teams, sondern ebenso unter den anderen Praktikanten. Jeder kennt das Gefühl, in einen Raum voller neuer Leute zu kommen und nicht genau zu wissen, was einen erwartet. Binnen weniger Tage formte sich aber eine angenehme Gruppe, in der man schnell nicht mehr nur über Jura sprach und auch abends etwas zusammen unternahm. Das schnelle Kennenlernen war nicht zuletzt auch dem Rahmenprogramm geschuldet. Fast täglich haben wir gemeinsam bei den „Breakfast Lectures“ gefrühstückt. Währendessen wurden von Anwälten und anderen Mitarbeitern der Kanzlei Vorträge über diverse Themen gehalten. Neben einer Reihe von weiteren Aktivitäten sind wir auch für zwei Tage nach Frankfurt gefahren, um dort auch die Praktikanten der anderen Standorte kennenzulernen.

Einen echten Beitrag leisten

Die restliche Zeit, in der kein Programm stattfand, verbrachte ich damit, die Anwälte aus meinem Team zu unterstützen. Als sehr positiv habe ich dabei empfunden, dass mir nicht nur eine abstrakte Fragestellung vorgelegt, sondern dass mir bei jeder Aufgabe auch der Hintergrund der ganzen Angelegenheit geschildert wurde. So wusste ich immer, woran ich gerade eigentlich arbeite. Das half mir zum einen dabei, ein gewisses Verständnis für den Fall zu entwickeln. Zum anderen gab es mir aber vor allem auch das Gefühl, wirklich mitarbeiten zu können und einen Beitrag zu leisten.

Positives Gesamtbild

Alles in allem hat das Praktikantenprogramm bei Linklaters meine Erwartungen noch um einiges übertroffen und mein Bild von einer internationalen Großkanzlei grundlegend verändert. Man bekommt ein abwechslungsreiches Programm geboten und es wird einem die Möglichkeit gegeben, an spannenden und komplexen Mandaten mitzuarbeiten und das Team auf diese Weise zu unterstützen. Außerdem lernt man neben einer Menge vielseitiger Charaktere auch Rechtsgebiete kennen, denen man in der Uni so vielleicht nicht begegnet. Man kann also sehr viel mitnehmen – sowohl in fachlicher als auch in persönlicher Hinsicht. Allen, die schon einmal mit dem Gedanken gespielt haben, sich diesen besonderen Arbeitsplatz anzuschauen, kann ich nur nahelegen, sich nicht von Klischees abschrecken zu lassen und stattdessen auf eigene Erfahrungen zu setzen.