„Bei Linklaters plant man seine Karriere selbst.“
Michaela Sopp


Partnerin
Banking, Immobilienfinanzierung, Frankfurt am Main / München

So gelingt mir die Work-Life-Balance:

Organisation ist alles. Meine privaten Termine plane ich ebenso wie meine beruflichen. Eine klare Kommunikation, was bis wann zu tun ist, hilft enorm.

Mein Tipp an Nachwuchsjuristinnen:

Trauen Sie sich und überlegen Sie, was Sie erreichen wollen. Nehmen Sie es sportlich und nie persönlich.


Nachgefragt


Partnerin Michaela Sopp spricht im Interview über Herausforderungen, wie man ihnen die Stirn bietet und welche Rolle die richtige Organisation spielt.

Welche Herausforderungen erlebt man als Frau in der Kanzleiwelt?

Oft findet man sich in reinen Männerrunden wieder. Damit muss man umgehen lernen – und auf bestimmte Situationen vorbereitet sein. Es hilft, sich der unconscious bias, der unbewussten Vorannahmen, bewusster zu werden, um auf sie reagieren zu können. Die hohe zeitliche Belastung kann Terminplanungsschwierigkeiten mit sich bringen. Und unter Stress kann es auch einmal hitziger werden …

Wie sieht der (familiäre) Alltag mit Linklaters als Arbeitgeber aus?

Als Partnerin mit vielen Aufgaben und Kindern ist Organisation alles. Ich bringe meinen Sohn morgens zum Kindergarten. Wenn mein Mann unseren Sohn nicht vom Kindergarten abholt, dann verlasse ich die Kanzlei am Nachmittag und arbeite oft am Abend weiter. Als Nachtmensch passt das gut und vielen Mandanten auch!

Was bietet Linklaters, was andere nicht bieten?

Linklaters bietet flexible Möglichkeiten für individuelle Bedürfnisse. Während man woanders oft nur starre Karrieremodelle findet, plant man bei Linklaters seine Karriere selbst.

Warum macht es Spaß, für Linklaters zu arbeiten?

Bei Linklaters arbeiten viele tolle Leute, es gibt tolle Mandate und ein professionelles Umfeld, in dem die Freude an der Sache und der Austausch untereinander nicht zu kurz kommt.

Warum sind Sie Mentorin geworden? Hatten Sie selbst eine Mentorin?

Ich hatte keine Mentorin und sehe, dass ich wertvolle Tipps geben kann. Deshalb bin ich selbst Mentorin geworden.

Was ist Ihnen im Austausch mit weiblichen Nachwuchstalenten wichtig?

Ehrlichkeit und klare Kommunikation, was in der Realität geht oder nicht. Ein offenes Ohr und mit Rat und Tat zu unterstützen.

Welche persönlichen Erfahrungen als Frau in einer Wirtschaftskanzlei möchten Sie Nachwuchsjuristinnen mit auf den Weg geben?


Sagen Sie „Ja, ich mache das!“, gehen Sie Ihren Weg und kommunizieren Sie, was Sie wollen. Seien Sie immer klar und lösungsorientiert gegenüber Mandanten. Probleme wollen gelöst, nicht nur identifiziert werden.

Wie sieht Ihr Werdegang aus? Was ist besonders an ihm?

Nach dem Studium bin ich bei der Münchener Vorgängerkanzlei von Linklaters – dort war ich auch schon Referendarin – direkt als Anwältin eingestiegen. Nach Stationen in Berlin (5 Jahre) und Frankfurt (10 Jahre) bin ich jetzt wieder überwiegend in München. Seit 2005 bin ich Partnerin. Gestartet bin ich als Litigator, dann in den Bereich „Banking“ gewechselt und habe alle Assetklassen, die es gibt, finanziert (Schiffe, Filme, Flugzeuge, Unternehmen, Immobilien). Das Besondere an diesem Werdegang ist der Wechsel über verschiedene Fachbereiche und Standorte, jeweils verbunden mit einem Neuaufbau des Geschäfts.

Was inspiriert Sie bei Ihrem Beruf als Anwältin?

Es inspiriert mich nah am wirtschaftlichen Geschehen zu sein, Probleme zu lösen und am Ende eine gute Transaktion für alle Seiten abzuschließen. Nicht zuletzt ist es die Arbeit mit Leuten aus der ganzen Welt, die mich persönlich bereichert.