Linklaters Karrierefibel –
So bewerben Sie sich richtig

Ihre Bewerbung soll uns einen möglichst umfangreichen ersten Eindruck von Ihren Fähigkeiten und Ihrer Persönlichkeit geben. Daher ist Ihre Bewerbung so individuell wie Sie selbst. Dennoch gibt es einige Standards, die in jeder Bewerbung eingehalten werden sollten. Egal, ob Sie gerade Ihre erste Bewerbung vorbereiten oder in Sachen Jobsuche bereits Erfahrung haben – wir haben für Sie die wichtigsten Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung bei Linklaters zusammengestellt.


Die schriftliche Bewerbung

Insgesamt besteht Ihre Bewerbung aus drei Teilen: dem Anschreiben, Ihrem Lebenslauf sowie Zeugnissen und Nachweisen. Vergessen Sie nicht, dass Sie bei der Bewerbung per E-Mail auch in der E-Mail selbst ein kurzes Anschreiben verfassen sollten. In diesem weisen Sie auf Ihre Bewerbungsunterlagen im Anhang hin. Wählen Sie einen E-Mail-Betreff mit konkretem Stellenbezug, sodass Ihre E-Mail sofort zugeordnet werden kann. Adressieren Sie die E-Mail, ebenso wie das eigentliche Anschreiben, an den Ansprechpartner, der in der Stellenausschreibung genannt ist. Achten Sie unbedingt darauf, Ihre Bewerbungsunterlagen von einer seriösen E-Mail-Adresse aus zu schicken.

Ihr Anschreiben, Ihren Lebenslauf sowie Ihre Zeugnisse und Nachweise fassen Sie am besten in einer PDF-Datei zusammen. Sofern dies nicht möglich ist, schicken Sie dennoch in jedem Fall ausschließlich PDF-Dokumente. Vergessen Sie nicht eine eindeutig zuordenbare Benennung der Dateien im Anhang.

Das Anschreiben

Ein ansprechendes, Interesse weckendes Anschreiben zu verfassen, bedarf einiger Übung. Wichtig ist, dass Sie als Bewerber professionell und authentisch auftreten. Orientieren Sie sich an unserem Beispielanschreiben, ohne dies als einzig gültige Vorlage zu sehen: Zeigen Sie durch Ihr Bewerbungsanschreiben, dass Sie sich Gedanken zur ausgeschriebenen Stelle gemacht haben und stechen Sie hervor, indem Sie selbst in Ihrer Bewerbung erkennbar werden.

Bevor Sie anfangen zu schreiben, haben Sie folgende Fragen im Hinterkopf, die Ihr Anschreiben beantworten sollte:

  • Wie sind Sie auf die ausgeschriebene Stelle aufmerksam geworden?
  • Welche Qualifikationen, Erfahrungen und Eigenschaften bringen Sie mit? Hier sollten Sie einen Bezug zu den in der Stellenausschreibung genannten Schlagwörtern herstellen, ohne diese von oben nach unten „abzuarbeiten“.
  • Warum sind Sie die/der Richtige für die Stelle? Ihre Fähigkeiten und Motivation sollten deutlich erkennbar sein.
  • Was reizt Sie an der ausgeschriebenen Stelle?
  • Warum wollen Sie für Linklaters arbeiten?

Geben Sie nicht einfach nur die einzelnen Punkte Ihres Lebenslaufs wieder, sondern zeigen Sie, was hinter den Fakten aus Ihrem CV steckt. Verzichten Sie auf inhaltslose Floskeln, passive Formulierungen oder Negationswörter. Versuchen Sie Ihre Stärken nicht nur zu nennen, sondern durch konkrete Erfahrungen zu belegen. Begrenzen Sie die Länge des Anschreibens auf eine Seite.

Der Lebenslauf

Ein weiterer wichtiger Bestandteil Ihrer Bewerbung ist der tabellarische Lebenslauf. In den letzten Jahren hat sich die Nennung der Daten in umgekehrt chronologischer Reihenfolge, also beginnend mit dem Aktuellsten, etabliert. Achten Sie auf eine einheitliche und übersichtliche Formatierung, damit die gewünschten Informationen für den Empfänger auf den ersten Blick erkennbar sind.

Bündeln Sie Ihre Qualifikationen in den entsprechenden Gruppen, z.B. Praktische Erfahrung, Ausbildung, Berufserfahrung (bei Nicht-Berufsanfängern), Sprachkenntnisse und sonstige Qualifikationen. Führen Sie nur für die Bewerbung relevante Erfahrungen an und vermeiden Sie Lücken. Vergessen Sie nicht, dass jegliche Angaben zu Ihrer Ausbildung sowie Ihrer beruflichen Erfahrung durch das Anhängen der entsprechenden Zeugnisse und Bestätigungen belegt werden müssen. Wenn Sie Ihre Interessen nennen, achten Sie darauf, was diese über Sie aussagen. Ihr Lebenslauf sollte nicht länger als zwei Seiten sein. Am Ende des Lebenslaufs steht das aktuelle Datum und optional Ihre eingescannte Unterschrift.

Zeugnisse und Bestätigungen

Belegen Sie Ihre Angaben zu Abschlüssen und praktischen bzw. Berufserfahrungen unbedingt mit den entsprechenden Zeugnissen und Nachweisen. Achten Sie beim Einscannen darauf, dass alle Scans lesbar sind.

Lassen Sie Ihre Bewerbung unbedingt von jemandem gegenlesen, bevor Sie sie abschicken, um unnötige Rechtschreibfehler zu vermeiden.


Das Vorstellungsgespräch

Ist die erste Hürde gemeistert, heißt es nun: Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch. Damit dieses erfolgreich verläuft, sollten Sie einige Dinge beachten. 

Inhaltliche Vorbereitung

Seien Sie gut darauf vorbereitet, sich selbst und Ihren Werdegang vorzustellen. Achten Sie dabei darauf, nicht einfach nur die einzelnen Punkte Ihres Lebenslaufs aufzulisten, sondern detaillierter auf diese einzugehen. Überlegen Sie sich vorher genau, welche Informationen im Zusammenhang mit Ihrer Bewerbung besonders relevant sind und rechnen Sie damit, dass Ihr Gesprächspartner noch einmal an der ein oder anderen Stelle interessiert nachhakt.

Seien Sie ebenso gut darauf vorbereitet, Fragen nach Ihrer Motivation für Linklaters zu arbeiten, zu beantworten. Zeigen Sie uns, dass Sie wissen, wer wir sind und warum Sie in unsere Sozietät passen. Ebenso können wir Sie zu Ihrer allgemeinen Motivation für die Stelle, auf die Sie sich beworben haben, fragen. Wiederholen Sie nicht einfach nur, was wir schon aus Ihrem Bewerbungsanschreiben wissen – jetzt haben Sie die Chance, uns nachhaltig davon zu überzeugen, dass Sie die bzw. der Richtige für die Stelle sind.

Nicht unterschätzen sollten Sie die Vorbereitung auf die „klassischen Fragen“ im Vorstellungsgespräch. Fragen nach Ihren Stärken und Schwächen, Ihrer bisherigen Erfahrung, Ihren Zukunftsvorstellungen sowie zu weiteren Persönlichkeitseinschätzungen kommen häufig vor. Ebenso kann es sein, dass wir Sie nach Ihren Hobbies fragen. Überlegen Sie sich vorher genau, was Sie auf die jeweiligen Fragen antworten möchten – Sie sollten sich aus einem positiven Blickwinkel darstellen, ohne sich zu verstellen oder „dick aufzutragen“. Bedenken Sie, welche Schlussfolgerungen wir aus den jeweiligen Antworten ziehen könnten und vergessen Sie nicht, Beispielsituationen parat zu haben, anhand derer wir Ihre Ausführungen konkret nachvollziehen können.

Überlegen Sie sich vor dem Gespräch, welche Fragen Sie noch zur ausgeschriebenen Stelle haben. Unbedingt werden auch Sie im Gespräch die Möglichkeit haben, Ihre Fragen zu stellen. Nutzen Sie diese Chance uns zu zeigen, dass Sie sich im Vorfeld Gedanken über die Stelle gemacht haben.

Ihr Auftreten

Neben der inhaltlichen Vorbereitung auf das Gespräch sollten Sie sich auch Gedanken zu Ihrem persönlichen Auftreten machen. Wenn Sie die nachfolgenden Dos & Don’ts beachten, haben Sie eine gute Ausgangslage, uns zu überzeugen.

Dos:

  • Erscheinen Sie unbedingt pünktlich zum Vorstellungsgespräch!
  • Verhalten Sie sich höflich: Begrüßen Sie Ihre Gesprächspartner mit Handschlag, stellen Sie sich mit Ihrem Namen vor, setzen Sie sich erst, wenn Sie dazu aufgefordert werden und halten Sie sich an alle üblichen Höflichkeitsformen.
  • Treten Sie offen und selbstbewusst auf. Seien Sie – trotz aller Nervosität – Sie selbst.
  • Zeigen Sie Interesse und seien Sie aufmerksam im Gespräch.

Don’ts:

  • Im Freizeitlook oder ungepflegt zum Vorstellungsgespräch kommen: Zeigen Sie uns, dass Sie wissen, wie man sich entsprechend kleidet und bürotauglich zurechtmacht.
  • Schüchtern sein: Seien Sie nicht zu zurückhaltend – wir wollen so viel wie möglich über Sie erfahren!
  • Fragen unwahrheitsgemäß beantworten: früher oder später fallen falsche Ausführungen negativ auf Sie zurück.


Worauf Sie im Vorstellungsgespräch besonders achten sollten und wo möglicherweise kleine Fallstricke lauern könnten, haben wir auch noch einmal mit Erfolgscoach Carmen Schön für Sie durchgespielt.

Tipps vom Erfolgscoach – Teil 1

Tipps vom Erfolgscoach – Teil 2


Die ersten Tage am Arbeitsplatz

Sie haben eine Zusage bekommen? Dann wird Ihr erster Arbeitstag zu Ihrem „letzten“ ersten Eindruck. Wie Sie sich im Büro generell und gegenüber Ihren neuen Kollegen in der Anfangszeit Ihres Jobs oder Praktikums verhalten, verrät Lawyer-Coach Falk Schornstheimer in unserem Experteninterview.


Bewerbungs-FAQ

Nachfolgend haben wir einige Fragen und Antworten zum Bewerbungsprozess bei Linklaters für Sie zusammengestellt:

Es ist unvermeidlich, dass uns zunächst auffällt, ob die formalen Standards einer Bewerbung eingehalten wurden. Sind Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse vollständig? Sind die Dokumente sorgfältig und übersichtlich gestaltet? Beim Lesen von Anschreiben und Lebenslauf achten wir vor allem darauf, ob ein Bewerber die geforderten Qualifikationen sowie die nötige Motivation für die Stelle mitbringt.

Aber sicher. Es steht jedem Bewerber frei, ob er ein Foto von sich mitschicken möchte oder nicht. Die Unterlagen eines Bewerbers müssen uns unabhängig vom Bild überzeugen – auch umgekehrt wird niemand aufgrund des mitgeschickten Fotos zu einem persönlichen Gespräch eingeladen.

Selbstverständlich! Gerade Studierenden wollen wir im Rahmen von Praktika gern erste Einblicke in die Arbeitswelt einer Anwaltskanzlei ermöglichen. Und auch für Ihre Referendarstation müssen Sie noch nicht zwingend praktische Berufserfahrung gesammelt haben.

Wenn uns Ihre schriftliche Bewerbung überzeugt hat und wir Sie persönlich kennenlernen möchten, können Sie davon ausgehen, dass die von Ihnen eingesendeten Unterlagen als Grundlage für unser Gespräch dienen. Über Ihre fachliche Qualifikation hinaus möchten wir zudem mehr über Ihre Persönlichkeit und Ihre Motivation erfahren. Seien Sie daher auch darauf vorbereitet, etwas detaillierter über Ihre bisherigen Aufgaben und Ihre Arbeitsweise zu erzählen. Natürlich richten wir unser Augenmerk auch darauf, wie Sie insgesamt auftreten. Was zu einem souveränen Vorstellungsgespräch gehört, sehen Sie übrigens in unseren Videos mit Erfolgscoach Carmen Schön weiter oben auf dieser Seite.

Je nach Art des Programms oder der Stelle, auf die Sie sich beworben haben – Praktikum, Referendariat, Workshop oder Berufseinstieg – kann das Timing variieren. Grundsätzlich erhalten Sie von uns innerhalb von wenigen Tagen die Meldung, dass Ihre Bewerbung bei uns eingegangen ist. Eine Absage bzw. die Vereinbarung eines persönlichen Gesprächs erfolgt dann in der Regel innerhalb der nächsten 1 bis 2 Wochen. Bei Workshops mit festen Terminen melden wir uns entsprechend rechtzeitig, damit Sie z.B. Ihre Anfahrt gut planen können.

Das hängt davon ab, auf welche Stelle bzw. welches Programm Sie sich beworben haben.
Geht es um ein Praktikum bzw. ein Referendariat, senden Sie uns zunächst Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen (wie oben beschrieben) per E-Mail zu. Nach Sichtung der Unterlagen laden wir Sie zu einem Vorstellungsgespräch an den jeweiligen Standort ein. Danach hängt es ein wenig vom weiteren Timing ab, wie schnell wir uns mit einer Antwort bei Ihnen melden. In der Regel wird diese Entscheidung aber innerhalb der folgenden Tage getroffen. Bei einer positiven Antwort – von beiden Seiten – lassen wir Ihnen einen entsprechenden Praktikums- bzw. Referendariatsvertrag zukommen, den Sie uns unterschrieben zurücksenden. Anschließend erhalten Sie von uns noch weitere Informationen zu Ihrem ersten Arbeitstag und werden an diesem schließlich von uns willkommen geheißen!

Geht es um einen Workshop oder unser Stipendienprogramm, kann der Bewerbungsprozess ein wenig anders aussehen. Im Falle eines Workshops erfolgt nach Ihrer schriftlichen Bewerbung in der Regel kein persönliches Vorstellungsgespräch, sondern wir informieren Sie telefonisch über Ihre Teilnahme. Für unser Stipendienprogramm ist der Auswahlprozess dagegen etwas ausführlicher und kann auch ein Assessment Center bzw. mehrere Gespräche umfassen.

Bewerben Sie sich auf eine konkrete Anwaltsstelle, ist der erste Schritt ebenfalls die Zusendung Ihrer vollständigen Bewerbungsunterlagen. Es folgen individuelle Vorstellungsgespräche. Auch die Einladung zu einer zweiten Gesprächsrunde ist in diesem Fall nicht ungewöhnlich. Nach einer Zusage von beiden Seiten folgt auch hier die Übermittlung des Arbeitsvertrags, weitere Informationen telefonisch oder per E-Mail und die Begrüßung durch die neuen Kollegen am ersten Arbeitstag!