Einen Schritt weiter –
Wahlstationen im Ausland

Interessierten Referendaren bieten wir an, dass sie ihre Wahlstation in einem unserer internationalen Büros absolvieren. Dies gibt den Referendaren die Chance, Arbeitserfahrungen im Ausland und damit im internationalen Recht zu sammeln.


Alles was die Referendare hier lernen, bereitet sie auf zukünftige Heraus­forderungen im Arbeitsalltag vor. Zudem werden Sprachkenntnisse und interkulturelle Kompetenzen erweitert. Hier berichten einige ehemalige Absolventen über ihre Erfahrungen während ihrer Wahlstation in unseren internationalen Büros!

Wenn man Anwälte aus Spanien, Frankreich, Neuseeland, den USA, England, Australien und Schweden zu seinem direkten Kollegenkreis zählen will, ist man bei Linklaters in Brüssel richtig. Hier arbeiten junge Kartellrechtler aus ganz Europa und der Welt in einem Team zusammen, um Mandanten in länderübergreifenden Kartell- und Fusionsverfahren zu verteidigen.

Die Station in Brüssel war für mich die perfekte Mischung aus praktischer Erfahrung im Wettbewerbsrecht und dem Kennenlernen einer globalen Kanzlei. Inhaltlich konnte ich einiges lernen, insbesondere, dass Kartellrecht allerlei Rechtsgebiete betrifft: So richten sich Schadensersatzklagen aufgrund von Kartellrechtsverstößen nach nationalem Recht. Auch Themen wie Anscheinsbeweis, Verjährung und gesamtschuldnerische Haftung haben enorme praktische Bedeutung. Gleichzeitig kam ich in Kontakt mit dem eigentlichen Kartellrecht, auf deutscher wie europäischer Ebene. Preisabsprachen und Machtmissbrauch sind hier die Kernvergehen. Bei Linklaters in Brüssel kommt man mit all diesen Themen in Kontakt.

Mit etwas Glück gibt sogar einen Ausflug zum EuGH. Im Rahmen eines von Wolfang Deselaers geführten Falls hatte ich die Möglichkeit, an der Vorbereitung der mündlichen Verhandlung zur Anfechtung von Durchsuchungsbeschlüssen mitzuwirken. Höhepunkt war dann die aktive Teilnahme an der Verhandlung selbst, bei der wir den EuGH von der Rechtswidrigkeit des Vorgehens der Kommission überzeugen konnten.

Spannend war auch die Einbindung in internationale Fusionskontrollverfahren. Wann muss man im Studium oder Referendariat schon mal überprüfen, ob eine Fusion von globalen Unternehmen in Pakistan oder Uruguay anmeldepflichtig ist oder nicht? Wann hat man die Möglichkeit, die Strategie hierzu mit einem pakistanischen oder uruguayischen Anwalt abzustimmen?

Schließlich noch die Atmosphäre und der Brüsseler team spirit: Bei Linklaters Brüssel sitzt man als Referendar nicht in einem Hinterzimmer mit fünf anderen Referendaren in einem langweiligen Bürogebäude, sondern teilt sich das Büro mit einem Anwalt in einem pompösen, ehemaligen Bankgebäude. Gerade der direkte und freundschaftliche Kontakt zu jungen Anwälten hat meine Zeit in Brüssel spannend, kurzweilig und lehrreich gemacht. Im jungen Kollegenkreis trifft man sich auch nach der Arbeit. Spontane Karaoke-Abende oder die Halloween-Party mit anderen Anwälten sind tolle Erinnerungen. Brüssel selbst bietet neben „europäischem Spirit“ wunderbares Stadtleben mit französischem Charme. Jeden Donnerstag trifft sich die europäische Crowd beim Europäischen Parlament, um den Arbeitstag bei einem Bierchen ausklingen zu lassen. Viele Kneipen im Zentrum laden ein, auch die belgische Seite dieser schönen Stadt näher kennenzulernen.

Danke, Linklaters, für diese Erfahrung!

Balthasar

Wer für eine Weile lieber vom Muezzin als vom Wecker geweckt werden möchte und Lust auf eine spannende Metropole, einen Schmelztiegel unterschiedlicher Kulturen und ein kleines, feines Linklaters Büro hat, dem sei Dubai ans Herz gelegt.

„German Trainees“ erwarten vielfältige Aufgaben, unbekannte Rechtsgrundsätze wie beispielsweise das „Sharia Law“ und „Islamic Finance“ sowie ein herzlicher, internationaler Kollegenkreis. Jenseits der Arbeit fällt die Wahl zwischen schicken Beachclubs, Einkaufszentren und kulinarischem Vergnügen auf der einen und Sandboarden in der Wüste, Dolphin-Watching am nahen Gulf of Oman und Ausflügen in die arabische Kultur auf der anderen Seite nicht immer leicht.

Für die Wahlstation Dubai hatte ich zwei zentrale Gründe: Ich arbeitete damals schon vier Jahre mit viel Spaß an der Materie im Energierecht und wollte in diesem Rechtsgebiet bleiben. Dubai ist dafür spannend, weil dort einerseits noch einiges im Bereich „Öl“ (Stichwort Exploration & Produktion) gemacht wird, mit dem wir in Deutschland nicht so sehr in Berührung kommen. Zugleich geht es auch in den UAE in Richtung Erneuerbare Energien und Deregulierung. Zu sehen, wie das dort angepackt wird, fand ich einfach spannend. Zudem wollte ich gerne testweise in einer Stadt leben, die ich mir in den kommenden Jahren für einen längeren Auslandsaufenthalt bzw. ein berufliches Intermezzo vorstellen konnte.

Dubai kannte ich als Urlaubsort, fand die Mischung aus den Kulturen, die immerwährende Aufbruchstimmung und den Glauben daran, dass es immer noch größer, besser und schneller geht auf Anhieb toll und wollte einfach tiefer eintauchen und ein Gefühl für den Alltag bekommen.

Es war ja dann auch eine grandiose Zeit. Eine schönere Belohnung am Ende der Juristenausbildung hätte es für mich nicht geben können – Danke Linklaters!

Vivien

Habt Ihr Euch immer noch nicht entschieden, was Ihr in der Wahlstation machen wollt? Mein Tipp: Geht mit Linklaters nach Hong Kong. Auf die Wahlstation Hong Kong bin ich gekommen, da ich einen Eindruck von China erhalten wollte, ohne dabei die westliche Welt (im Großen und Ganzen) zu verlassen. Zumal ich bereits für ein Jahr in Kanada, drei Monate in den USA und zwei Monate in Großbritannien gelebt bzw. gearbeitet hatte.

Hong Kong ist das westliche Einfallstor nach China. Hier gibt es einerseits alle Freiheiten und Möglichkeiten, die Ihr aus anderen Großstädten kennt. Andererseits wird es Euch nirgends so leichtfallen, einen Einblick in die Kultur des Reichs der Mitte zu erhalten, dem wiederkehrenden Wirtschaftsgiganten.

Linklaters gehört in Asien zu den größten und anerkanntesten Kanzleien und das Büro in Hong Kong spielt dabei eine Schlüsselrolle. Die Amtssprache im Büro ist Englisch, auch wenn nicht wenige Teams die Mehrzahl ihrer Mandate auf Kantonesisch und Mandarin bearbeiten. Auffällig ist der große Zusammenhalt in den Teams, auch außerhalb der Arbeit.

Hong Kong hat neben Linklaters noch sehr viel mehr zu bieten. Noch nie war es so leicht, „mal eben so“ übers Wochenende Trips in exotische Nachbarländer zu machen. Mir hat es viel Spaß gemacht!

Christoph

Nachdem ich im Sommer 2012 vom Banking Team in Frankfurt als Referendar herzlich aufgenommen wurde, konnte ich zum Ende des Referendariats in meiner Wahlstation das Londoner Büro von Linklaters kennenlernen.

Von dem jungen und internationalen Team wurde ich herzlich in Empfang genommen und in die Arbeit eingebunden. Von unschätzbarem Wert waren die spannenden und lehrreichen Fortbildungen für Trainees, die wöchentlich stattfinden – many thanks, Andrew Marshall!

Das Londoner Büro ist zentral gelegen und will man seinen Lunch einmal woanders als im hauseigenen Silks zu sich nehmen, so muss man nur über die Straße gehen und kann im Innenhof des Barbican Centre die Sonne genießen. Eine weitere tolle Alternative bietet auch der Whitecross food market – keine fünf Minuten Fußweg vom Büro entfernt. Hier findet jeder etwas für seinen Geschmack!

Ich werde meine Wahlstation in London als den perfekten Abschluss meines Referendariats in Erinnerung behalten. Vielen Dank an das ganze Linklaters Team für die tolle und großzügige Unterstützung!

Michael

London an sich ist schon eine tolle Stadt, weshalb ich mich – ohne zu wissen, wie das Büro sein würde – bereits im Vorfeld sehr auf die Wahlstation von August bis Oktober dort gefreut habe.

Der Aufenthalt hat meine Erwartungen bei weitem übertroffen: Das Londoner Büro ist einfach nur gigantisch. Es fing schon damit an, dass es zwei Eingänge zu den verschiedenen Büros (Milton und Shire) gibt, was mich am ersten Tag prompt dermaßen verwirrt hat, dass ich natürlich erst einmal an der falschen Rezeption war. Im Londoner Büro gibt es alles, was Anwälte brauchen: Ein Restaurant mit einer riesigen Auswahl an Speisen, ein Café, einen kleinen Shop, in dem man sowohl Kopfschmerztabletten als auch Strumpfhosen kaufen kann, und sogar ein Fitnessstudio.

Die Arbeitsatmosphäre in meinem Team war sehr gut und ich wurde sehr schnell in die Arbeit und auch die „Social Events“ integriert. Da das Team sehr international ist, habe ich direkt noch einen Einblick in die Rechtsanwaltsausbildung in Schweden, Italien und Zypern bekommen.

Die Zeit in London ging alles in allem viel zu schnell vorbei - aber ich freue mich schon darauf, die Kollegen in der lernfreien Zeit mal wieder zu besuchen.

Kathi

Dass ich Rechtsanwalt werden möchte, war schon lange klar. Daher lag die Entscheidung, die Wahlstation in einer Kanzlei zu wählen, nahe. Der Wunsch, die Wahlstation und den Berufseinstieg bei Allens in Melbourne/Australien zu machen, kam etwas später.

Unabhängig von jeglicher Karriereplanung habe ich im Sommerurlaub 2005 im italienischen Florenz australische Freunde kennengelernt, die ich heute zu meinen engsten Vertrauten zähle. Die neue Allianz von Linklaters und Allens im Jahr 2012 und die lange Freundschaft waren dann der Grund, nach der Unterstützung des Linklaters Partners zu fragen, für den ich zu dieser Zeit in der Anwaltsstation gearbeitet habe.

Gesagt, getan! Ein Jahr später war ich der erste deutsche Referendar bei Allens in der Wahlstation und habe drei Monate in der 101 Collins St im Paris End des CBD von Melbourne verbracht. Die Federal Court Rules 2011 und der Patents Act 2001 waren mir schnell genauso vertraut wie die typischen Lane­ways in der Mittagspause. Es war der Wahnsinn!

Thomas

Meine Wahlstation absolvierte ich in einer ganz besonderen Stadt: New York City. Bereits bei meinem ersten Besuch war ich fasziniert von der Lebendigkeit der Stadt, sodass mir die Wahl nicht schwerfiel. Da meine Wahlstation im Januar begann, entschied ich mich, bereits über die Weihnachtsfeiertage und Neujahr nach New York zu fliegen. Trotz der Größe der Stadt fühlte ich mich sofort wie zu Hause. Gewohnt habe ich in einem winzigen Appartement in East Village – einem der quirligsten Stadtteile Manhattans und nur 20 Minuten vom New Yorker Linklaters-Büro entfernt.

Das Linklaters-Büro befindet sich in Midtown, von dort sind es fünf Straßenblöcke zum Central Park und sogar nur einer zum Museum of Modern Art (MoMa) und der 5th Avenue. Aus dem Bürofenster hat man einen fantastischen Blick über Manhattan, von einigen Büros aus sogar auf den Central Park.

Die Kollegen dort sind sehr herzlich und haben mich sofort gut in das Corporate Team aufgenommen. Ich kann jedem, der nur für kurze Zeit Teil eines Teams ist, wärmstens empfehlen, sich von Anfang an aktiv einzubringen, um das meiste für sich herauszuholen. Von Tag eins an unterstützte ich meine New Yorker Kollegen im Tagesgeschäft und erlebte so hautnah, wie internationale Zusammenarbeit bei Linklaters aussieht. Zusammen mit meinen amerikanischen Kollegen und den Kollegen in Düsseldorf arbeitete ich an einem deutsch-amerikanischen Deal. Bei einem anderen Projekt erhielt ich spannende Einblicke in die Arbeit des Antitrust Teams bei einer internationalen Fusion von Unternehmen. Neben der Due Diligence wurde ich auch in Vertragsverhandlungen und Pitching-Prozesse eingebunden.

Kulturelle Unterschiede stellten für mich in der Zusammenarbeit mit meinem Team, und auch darüber hinaus, keine Probleme dar. Da New York sehr international und kulturell sowie religiös vielfältig ist, sind die New Yorker grundsätzlich respektvoll und tolerant gegenüber Unterschieden. Wahrscheinlich war das auch der Grund, warum ich mich schnell integriert und als Teil der Stadt fühlte. Auch durch die amerikanische Art, sich sofort und unabhängig von der beruflichen Funktion mit Vornamen anzusprechen, fühlte ich mich von Beginn an als ein Teil des New Yorker Linklaters-Teams. Ein wenig irreführend kann die Anrede mit Vornamen aber dann doch sein: Beim Schreiben von E-Mail beispielsweise sollte man stets darauf achten, dass die Nachricht trotzdem formell ist. Außerdem benutzen die Amerikaner weitaus mehr Höflichkeitsfloskeln, als wir es gewohnt sind. Zumindest ein „thank you“ oder „please“ sollte daher in jeder E-Mail stehen.

Die Möglichkeit, in einer Stadt wie New York zu leben und im Corporate Team der amerikanischen Linklaters-Niederlassung zu arbeiten, war für mich einzigartig. Neben den Einblicken in das amerikanische Corporate und Antitrust Law war meine Wahlstation für mich deshalb besonders lehrreich und faszinierend, weil ich persönlich miterlebt habe, wie die Teams von Linklaters auf der ganzen Welt verstreut, in Hong Kong und Warschau, über Frankfurt, London und Stockholm bis nach New York, professionell und immer mit den höchsten Ansprüchen für ihre Mandanten zusammenarbeiten.

Natürlich faszinierte mich auch das Leben in New York außerhalb der Kanzlei. Mit den unzähligen Museen, Galerien, Sportveranstaltungen, Restaurants, Theater, Opern, Konzerten und Clubs bietet New York ständig neue spannende Dinge, die zum Entdecken einladen. Ich habe wahrlich jede freie Minute genutzt, und die Zeit in der Stadt sehr genossen. Um es mit den Worten meines New Yorker Mentors zu sagen: „It's New York City! If you don't know what to do with your time here, you simply don't deserve to be here…“

Dass meine Zeit in New York überhaupt möglich war, verdanke ich vor allem der klasse Organisation der Linklaters-Büros in Berlin, Frankfurt und New York. Von dort bekam ich Unterstützung in allen formalen Belangen wie dem Visa-Antrag, Krankenversicherungsfragen und anderen Anträgen rund um die Referendariats-Wahlstation im Ausland. Ich möchte mich daher bei Linklaters für die Organisation meines Auslandsaufenthalts und bei meinen New Yorker Kollegen für das herzliche Willkommen (und den nicht weniger herzlichen Abschied) und die tolle Zeit zusammen bedanken.

Jakob

Während meines Referendariats arbeitete ich im Frankfurter Linklaters Büro in Nebentätigkeit und fühlte mich dort sehr wohl. Als sich mir dann die Chance bot, meine Wahlstation mit Linklaters im Ausland zu verbringen, musste ich nicht lange nachdenken – das war schließlich die Gelegenheit, eine neue Arbeitsumgebung sowie ein anderes Rechtssystem kennenzulernen, in einer fremden Sprache zu arbeiten und tiefer in die internationale Welt von Linklaters einzutauchen.

Die Wahl meines Ziels fiel mir nicht schwer. Ich hatte bereits zuvor mehrere Monate in Australien verbracht und mich in das Land verliebt – vor allem Sydney hatte es mir angetan. Daher wollte ich nun die Chance nutzen und zurück­kehren, um das Land nicht nur als Backpackerin, sondern diesmal im „richtigen Leben“ kennenzulernen.

Das Team von Linklaters scheute keine Mühen bei der Organisation und so startete ich im Februar 2015 meine Wahlstation bei Allens ins Sydney. Vom ersten Tag an fühlte ich mich dort willkommen und sehr gut betreut. Das ganze Team war jederzeit offen für Fragen und bezog mich nicht nur in die tägliche Arbeit und in vielfältige interne Schulungen, die mir das australische Rechtssystem näherbrachten, mit ein, sondern auch in sämtliche soziale Aktivitäten, von denen es einige gab. So fiel es mir auch nicht schwer, jeden Morgen ins Office zu kommen. Im Gegenteil – ich freute mich täglich darauf. Und das nicht nur, weil mich mein täglicher Arbeitsweg über die Harbour Bridge mit wunderschönem Ausblick auf den Sydney Harbour führte und ich die Mittagspause in den malerischen botanischen Gärten verbringen konnte. Sprachbarrieren gab es von Anfang an keine und ich wurde mit den täglich anfallenden Aufgaben im Banking & Finance betraut, wobei mir stets jemand helfend mit Rat und Tat zur Seite stand, wenn es knifflig wurde. Ich fühlte mich bei Allens von Beginn an als vollwertiges Teammitglied, so dass es mir am Ende sehr schwer fiel, wieder zu gehen.

Auch wenn die Australier ihrem Ruf, ein sehr entspanntes Volk zu sein, jederzeit Ehre machen, so darf man doch nicht vergessen, dass bei Allens täglich hart gearbeitet wird. Trotzdem ist die Arbeitsatmosphäre stets sehr angenehm, was vor allem an der allgemeinen Hilfsbereitschaft und der Freundlichkeit der Mitarbeiter liegt.

Ich kann daher allen nur empfehlen, die Chance zu nutzen, ins kalte Wasser zu springen und diese unvergessliche Erfahrung zu machen. Die Zeit im Ausland ist nicht nur für die Erweiterung der Sprachkenntnisse gut, sondern auch, um eine neue Denk- und Sichtweise zu erhalten und, wenn man wie ich Glück hat, um wundervolle Menschen kennenzulernen und neue Freundschaften zu schließen.

Danke Linklaters und Allens für eine wunderschöne und spannende Zeit in Sydney, die mich nachhaltig geprägt hat.

Katharina

Wenn der erste Arbeitstag statt EDV-Einführung mit einer Erdbebenübung beginnt und jedem neuen Mitarbeiter nicht als erstes ein Büro, sondern ein Schutzhelm – natürlich mit pinkem Firmen­branding – zugewiesen wird, dann ist man in Tokio. Genauer gesagt im Linklaters Büro, in dem ich meine Wahlstation verbringen durfte.

Ich war zuvor bereits als wissenschaftlicher Mitarbeiter und als Referendar in der Anwaltsstation bei Linklaters in Düsseldorf tätig. Da ich von dieser Zeit einfach begeistert war – sei es aufgrund der sehr steilen Lernkurve, den spannenden Themen oder den großartigen Kollegen – war für mich schnell klar, dass ich auch meine Wahlstation bei Linklaters verbringen möchte. Gerne wollte ich dies mit einem Auslandsaufenthalt verbinden und – wenn möglich – in einem für mich bis dato unbekannten Kulturkreis. Daher fiel meine Wahl schnell auf Tokio.

Wer diesen Schritt in eine vollkommen neue Kultur wagt, wird mit einer atemberaubenden und sehr lebendigen Stadt, unglaublich freundlichen und hilfsbereiten Menschen, kulinarischen Kostbarkeiten und einer beeindruckenden Landschaft belohnt. Die zahlreichen Ausflüge, wie beispielsweise zum Mount Fuji, den Tempeln von Kyoto oder dem nur neun Flugstunden entfernten Australien bleiben unvergessen.

Im Tokioter Linklaters Büro habe ich – nach bestandener Herausforderung der täglichen Anreise per U-Bahn – immer interessante und sehr abwechslungsreiche Aufgaben bekommen. Sprachprobleme gab es dabei nicht, da aufgrund der internationalen Ausrichtung des Büros stets Englisch gesprochen wurde. Zudem wurden mir erste Kenntnisse der japanischen Sprache durch interne Schulungen vermittelt – und all dies bei dem herrlichen Ausblick der Büros direkt auf den Kaiserpalast.

Insgesamt war die Wahlstation Tokio die beste Zeit meines Referendariats und der perfekte Abschluss meiner Juristenausbildung – Danke Linklaters!

Hanno

Wie gut, dass es die Wahlstation gibt: Nutzt diese maßgeschneiderte Möglichkeit – nach Studium, Examen, Referendariat, wieder Examen – den heimischen Schreibtisch hinter Euch zu lassen, fremde Welten kennen zu lernen und die eigene Ausbildung fruchtbar zu machen!

Ich habe meine Wahlstation bei Linklaters in Tokio gemacht. Für mich war es das erste Mal in Japan, und man versteht bald, warum japanische Touristen in Deutschland scheinbar willkürlich alles fotografieren: Man ist geneigt, sich hier genauso zu verhalten, so faszinierend anders ist dieses Land in so vielen Aspekten. Neben touristischen Highlights – in Tokio, um Tokio, letztlich ist ganz Japan gut erreichbar – hat mich auch und gerade das Alltagsleben begeistert: Jeder Restaurantbesuch, jede U-Bahn-Fahrt kann Euch hier zu einem unvergesslichen Erlebnis führen!

Das Büro von Linklaters in Tokio findet sich in bester Lage, mit Blick auf die kaiserlichen Gärten. Mitarbeit ist auf Englisch möglich, Japanischkenntnisse sind nicht erforderlich. Die freundliche Aufnahme durch die Kollegen – neben den Japanern auch viele „Westler“, vornehmlich Anwälte und Trainees aus England – werde ich stets in guter Erinnerung behalten.

Ob Ihr schon eigene Pläne habt oder Euch von meinem Bericht inspirieren lassen wollt: Nutzt auf jeden Fall diese Chance, fremde Arbeitswelten und Kulturen von innen heraus intensiv kennen zu lernen! Linklaters Tokio ist dafür eine großartige Möglichkeit.

Wendelin

Ich hatte ursprünglich – wie wohl die meisten – an London gedacht, konnte mir dann jedoch aussuchen, ob ich die Wahlstation in London oder Warschau absolvieren möchte. Mein Leitpartner Wolfram Krüger hat mir Warschau ans Herz gelegt, da das Real Estate Team in Frankfurt auch viel mit den polnischen Kollegen zusammenarbeitet. Meine Wahl fiel ohne großes Zögern letztlich auf Warschau. Aufgrund der Tatsache, dass ich selbst noch nie in Polen war, ich aber gerne die Gelegenheit „beim Schopfe packen“ und mal etwas Außergewöhnlicheres ausprobieren wollte, verschwendete ich keine Gedanken mehr an London. Es war – vor allem auch wegen der herzlichen Aufnahme und der persönlichen Betreuung durch den dortigen Partner Artur Kulawski – eine sehr gute Entscheidung, die ich immer wieder so treffen würde.

In der Mitte Warschaus ragt der riesige Kulturpalast hervor, der schön anzusehen, aber historisch wohl bedenklich ist, da er ein „Geschenk“ Stalins an die Polen war. Der 123.000 m² große Palast wird als Zeichen der Sowjetdominanz teilweise gehasst, aber teilweise auch geliebt als DAS Wahrzeichen Warschaus. Gleiches gilt für das gesamte Stadtbild: Zwischen Vorkriegshäusern stehen Gebäude aus sozialistischer Zeit, typisch „Platte“ eben. Daneben wiederum finden sich riesige moderne Hochhäuser und vereinzelte frisch renovierte Gründerzeitvillen. Inmitten dieses Stadtbildes und direkt gegenüber des Kulturpalastes liegen die Warsaw Towers, in denen das Büro von Linklaters untergebracht ist.

Das Real Estate Team ist das größte im Warschauer Büro. Polen boomt, vor allem was den Immobilienmarkt angeht. Ausländische Investoren zieht es nach Polen als Markt der Zukunft, Shopping Center schießen wie Pilze aus dem Boden (die polnische Konsumfreude muss schließlich befriedigt werden; die Arbeitslosenquote würden sich viele europäische Staaten wünschen) und die gehobene Gesellschaft braucht großzügigen, modernen Wohnraum.

Das Team hat mich von Anfang an sehr herzlich willkommen geheißen und mich so oft es geht in die tägliche Arbeit eingebunden. Die Kommunikation läuft fließend auf Englisch (sowohl im Büro als auch auf der Straße).

Linklaters hat mir die Chance gegeben, die Anwaltsstation in einer faszinierenden neuen Stadt zu absolvieren, diese kennen und lieben zu lernen. Dafür bin ich sehr dankbar und kann jedem nur empfehlen, Warschau zumindest für einen Wochenendtrip ins Auge zu fassen.

Carina


Sie haben Fragen zur Wahlstation im Ausland?

Wir helfen Ihnen gern weiter!

Linklaters LLP
Tina Ludwig
Recruitment
Taunusanlage 8
60329 Frankfurt am Main

+49 69 71003 347
E-Mail